Pia-Bauer-Preis

Pia Bauer (1871–1954) war eine deutsche Krankenschwester und Pionierin der onkologischen Pflege. Ihre Ausbildung zur Krankenschwester begann am 01.10.1896 im Karlsruher Mutterhaus. Bereits 1899 wurde sie zur Oberin des Heidelberger Hospitals ernannt, 1909 erfolgte die Ernennung zur Oberin des Samariterhauses, der späteren Radiologischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg.

In diesem Haus fanden überwiegend Krebskranke Aufnahme. Sie gehörte damit zu den ersten Pflegerinnen, die nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen und der Einführung der Radiumtherapie Erfahrungen mit der Pflege dieser Patientengruppe machte. Als Oberin leitete sie in dieser Zeit Generationen von Pflegeschülern und Pflegekräften im Umgang und in der anspruchsvollen Pflege von onkologischen Patienten an. Für ihre herausragenden Verdienste um die Krebskrankenpflege wurde sie 1933 mit der Florence-Nightingale-Medaille ausgezeichnet. Sie verstarb am 10.12.1954 in ihrer Heidelberger Wohnung.

Für diese Auszeichnung kommen alle Pflegefachkräfte und Medizinischen Fachangestellten in Betracht, die sich in besonderer Weise für die onkologische Pflege verdient gemacht haben. Dies kann ehrenamtlich oder hauptberuflich erfolgt sein, theoretisch oder praktisch, über einen langen Zeitraum oder als einmalige herausragende Leistung, als KOK-Mitglied oder nicht.

Ausschreibung Pia-Bauer-Preis 2027

Der Pia-Bauer-Preis beinhaltet:

  • eine Urkunde
  • ein Preisgeld in Höhe von 500 €
  • die kostenlose Teilnahme am KOK-Jahreskongress in Berlin, eine Übernachtung sowie die Übernahme der Reisekosten.

Einsendeschluss: 15. August 2027

Richten Sie Ihre Bewerbung bitte per E-Mail an: nominierung@kok-krebsgesellschaft.de

Pia Bauer Preis 2025

Verleihung des Pia-Bauer-Preises an Christel Förste
Verleihung des Pia-Bauer-Preises an Christel Förste

Der Pia-Bauer-Preis 2025 wurde an Christel Förste verliehen, die in diesem Sommer nach fast 43 Jahren Berufstätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand geht. Frau Förste war für ihr Team stets Vorbild, vereinte Fachkompetenz mit gesundem Menschenverstand und leitete mit Herzblut. Für junge Mitarbeitende blieb sie Mentorin und Orientierung zugleich. Ihr Engagement für Patient:innen war außergewöhnlich: Sie begleitete sie empathisch, kompetent und mit großer Nähe durch die schwere Zeit der Erkrankung. Ihr Credo war: „Am Ende meines Dienstes gehe ich immer noch in ein Patientenzimmer, verabschiede mich und halte einen kurzen Plausch, weil mir die Patienten am wichtigsten sind.“

Mit der Verleihung des Pia-Bauer-Preises wurde Frau Förstes jahrzehntelanger Einsatz für die Onkologie, ihre Fähigkeit, Kolleg:innen zu begeistern, und ihr unermüdliches Engagement für die Patient:innen in würdiger Weise gewürdigt.