Pflegeforschung






Mit dem Ziel, die onkologische Pflegeforschung zu vernetzen und weiter
voranzutreiben, wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe der KOK und der
Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) gegründet.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind in beiden Organisationen aktiv.
Sie ist einerseits eine Sektion innerhalb der DGP und gleichzeitig eine 
Arbeitsgruppe der KOK.




Sektion Onkologische Pflegeforschung

Tumorerkrankungen gehören zusammen mit den Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Für viele onkologische Patientinnen und Patienten hat sich in den letzten Jahrzehnten durch den Rückgang der Mortalität - bei gleichzeitig gestiegener Inzidenz - die Erkrankung von einem kurzen und akuten Geschehen zu einem langwierigen und chronischen Verlauf gewandelt.
Am 30.11.05 hat in Frankfurt die konstituierende Sitzung der Sektion Onkologische Pflegeforschung stattgefunden. Die Gründungsmitglieder der Sektion sind Experten der Pflegeforschung und der Pflegepraxis in der Onkologie. Die onkologische Pflegeforschung befindet sich in Deutschland noch in einer Aufbauphase. Jedoch kann sie auf reichhaltige internationale wissenschaftliche Literatur zurückgreifen. Die Sektion "Onkologische Pflegeforschung" will diese Entwicklungen durch Vernetzung und wissenschaftliche Diskurse weiter vorantreiben. 


Ziele und Aufgaben der Sektion "Onkologische Pflegeforschung"

(1)
Die Sektion "Onkologische Pflegeforschung" versteht sich als ein Forum für den wissenschaftlichen Diskurs über onkologische Pflege- und Gesundheitsforschung. Unter anderem werden wissenschaftliche Diskurse über Theorien, Studiendesigns, Untersuchungsmethoden und Forschungsergebnisse angeregt. Die Sektion "Onkologische Pflegeforschung" fördert den Austausch über den Forschungsstand sowie über Forschungsbedarfe im nationalen und internationalen Kontext der onkologischen Pflege. Pflegeforscher, Fachleute und Institutionen sollen vernetzt und laufende und geplante Projekte registriert werden.

(2)
Die Sektion "Onkologische Pflegeforschung" versteht sich als ein Forum für den wissenschaftlichen Diskurs über den Theorie-Praxis-Transfer in der onkologischen Pflege. Ziele des Theorie-Praxis-Transfers sind die Steigerung der Pflegequalität von krebskranken Menschen und ihrer Bezugspersonen sowie die Förderung evidenzbasierten Pflegehandelns. Die Sektion "Onkologische Pflegeforschung" unterstützt Aktivitäten des Theorie-Praxis-Transfers wie z.B. einrichtungsübergreifende Projekte, Workshops, Hospitationen u.ä. Die Sektion fördert die Entwicklung und Umsetzung von Expertenstandards und evidenzbasierten Leitlinien. Der Austausch über die Weiterentwicklung von Systemen und Kriterien der Qualitätssicherung bzw. -entwicklung und über Zertifizierungssysteme in der onkologischen Pflege wird in der Sektion ermöglicht.

(3)
Die Sektion "Onkologische Pflegeforschung" führt die wissenschaftlichen Diskurse in Kooperation mit weiteren Fachgesellschaften wie z.B. der Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK), einer Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft. Angestrebt wird der Austausch der PflegewissenschaftlerInnen mit WissenschaftlerInnen anderer Disziplinen (Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Sozialdienst u.a.) über den Ist-Zustand der Praxis und erforderliche wissenschaftsgestützte Praxisinnovationen. Die Sektion strebt weiterhin die Kooperation mit nationalen und internationalen Fachgesellschaften und Arbeitsgruppen an. Angestrebte nationale Kooperationen: Deutsche Fatigue Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft der Internistischen Onkologen, Informationszentrum für Standards in der Onkologie ISTO), Deutsche Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Onkologie, Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie, Deutsche Gesellschaft für Palliativpflege. Angestrebte internationale Kooperationen: Europäische Organisationen der onkologischen Pflege wie AHOP (Österreich), Onkologiepflege (Schweiz), European Oncology Nursing Society EONS.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

Im Sinne der oben genannten Ziele der Sektion werden derzeit die bestehenden Leitlinien auf Pflegerelevante Aussagen hin überprüft. Ziel dieser Arbeit soll es sein pflegewissenschaftliche Erkenntnisse sowie pflegerische Handlungen vermehrt in die Leitlinienentwicklung einfließen zu lassen.


Organisation

Die Sektion ist offen für alle, die an einer Mitarbeit interessiert sind. Zunächst sind vier Arbeitstreffen pro Jahr vorgesehen.


Termine für die Sektionstreffen 2010:

21.01.2010, 11-15 Uhr

weitere Termine folgen


Die Sektionstreffen finden statt in der:

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Tiergarten Tower
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin


Kontakt:

Sektionssprecherin:
Stefanie Seeling
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Stellvertretender Sektionssprecher:
Ralf Becker
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